Wolfgang M. Heckls Art zu malen ist eine extreme Weiterführung des französischen Pointillismus des ausgehenden 19. Jhd. bei Malern wie z.B. George Seurrat oder Paul Signac. Diese bauten nach streng geometrischen Regeln aus einzelnen Punkten reiner Faren, die aslo nicht auf der Palette gemischt wurden, eine Gesamtkomposition verschiendener Farben und Formen auf, die erst aus der entfernten Betrachtung als sloche zu erkennen sind Dadurch meinten sie, die Menge Licht in den Gemälden maximieren zu können, was sie wiederum in den wissenschaftlichen Theorien Michel Eugéne Chevreuls, eines Chemikers und Farbtheoretikers, begründet sahen. Indem der Betrachter an das Bild herrantritt, kann er sich von dem sichtbar Dargestellten zu dessen Einzelelementen vorarbeiten Das lässt sich als Entsprechung zu Heckls Verbindung zwischen Makro- und Nanowelt verstehen.
Leitgedanke in Wolfgang M. Heckls Arbeiten ist das Sichtbarmachen. Wir sehen verbildlichte Prozesse seines Arbeitsalltags und seines Privatlebens mit Anleihen/Parallelen/Inspirationen aus der Kunst. Man sieht DNA-Stränge, Moleküle, Blutplättchen, Lipide, Abstrakte - daneben aber auch Bilder aus seinem privaten Bereich wie Urlaub, Porträts von Menschen aus seinem Umfeld, Murnauer und Garmischer Impressionen oder Meereslandschaften, alles vermischt mit der Bildsprache expressionistisch und abstrakt arbeitender Künstler, daneben aber auch solarisierte Fotographien, Mikroskopien, eher Dokomentationen als künstlerischer Ausdruck. Picknick neben Weltraum, Bucky Balls neben Milano Marittima, Bilder vom Strand neben der Doppelhelix. Was verbindet das alles? Man such den roten Faden, die Kohärenz und findet sie - vermutlich - in Wolfgang M. Heckls Gehirn und Seele: All diese persönlichen Dinge, Eindrücke, Gedanken, Erlebnisse, Erfahrungen, seine Vielfalt, sein enormes Wissen, sie müssen alle heraus, auf welche Weise auch immer.
In diesem Sinne ist Heckl Sammler seiner eigenen verbildlichten Gedanken, Ergebnisse und Emotionen. Er lässt uns an ihnen teilhaben. Mehr aber auch nicht. Er ist ein Künstler, wie er es auch von sich selbst sagt, dem die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Kunst am Herzen liegt. Sein wissenschaftlicher Kosmos findet Ausdruck in seinen künstlerischen Arbeiten, in welcher Form auch immer, Molecular Art, naive Malerei, expressionistisch, spielerisch, Kreide, Kohle, in dem er das Unsichtbare sichtbar macht oder am Sichbaren das Wesentliche zeigt. Das ist seine Leistung, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Es ist genuiner Ausdruck dessen, was er als kunstschaffender Wissenschafler leisten kann. Er spannt einen weiten, sehr weiten Bogen.